Häufige Fragen

Parenterale Ernährung

Was versteht man unter parenteraler Ernährung?
Die paren­te­rale Ernäh­rung ist ein Infu­si­ons­pro­gramm, bei dem der Pati­ent mit allen notwen­di­gen Nähr­stof­fen über das venöse Blut­ge­fäß­sys­tem versorgt wird. Der Verdau­ungs­trakt wird dabei komplett umgan­gen (para ente­ral = neben dem Darm).
Kann ich mit der Portnadel schwimmen gehen?
Mit liegen­der Port­na­del dürfen Sie nicht schwim­men gehen, da die Infek­ti­ons­ge­fahr zu hoch ist. Duschen ist mit einem spezi­el­len Dusch­pflas­ter problem­los möglich. Möch­ten Sie gerne schwim­men gehen, so kann man die Port­na­del einige Stun­den vorher ziehen. Der Port ist dann durch die darüber liegende Haut geschützt.

Schmerz

Was ist Schmerz?
  • Schmerz ist ein soge­nann­tes Warn­sym­ptom, das eine Erkran­kung annimmt und hat somit eine Schutz­funk­tion.
  • Schmerz ist indi­vi­du­ell, dass bedeu­tet jeder hat ein ande­res Schmerz­emp­fin­den.
  • Schmerz kann sehr unter­schied­li­che Ursa­chen haben (z. B. eine Opera­tion oder eine Erkran­kung).
  • Schmerz kann in unter­schied­li­chen Formen auftre­ten.
Wer kann mir als Patient bei Schmerzen helfen?
  • Mein Haus­arzt
  • Ein Pallia­tiv­me­di­zi­ner
  • Ein Onko­loge
  • Ein Anäs­the­sist
  • Ein Fach­arzt für Schmerz­the­ra­pie
  • Ihr CC care aktiv Schmerz­be­ra­ter
Was bedeutet der Begriff „multimodale Schmerztherapie“?

Multi­modale Schmerz­the­ra­pie ist ein inno­va­ti­ver Ansatz, bei dem gleich­zei­tig mehrere Thera­peu­ten, unter einem Konzept arbei­ten, das auch umfas­sende psycho­lo­gi­sche Betreu­ung beinhal­tet. Die Durch­füh­rung einer solchen Thera­pie ist an bestimmte Voraus­set­zun­gen geknüpft. So muss der verant­wort­li­che Leiter über die Zusatz­qua­li­fi­ka­tion „Spezi­elle Schmerz­the­ra­pie“ verfü­gen. Auch die Klini­ken müssen eine Reihe konkre­ter Anfor­de­run­gen erfül­len. CC care aktiv bietet Ihnen zu diesem Thema kompe­tente Ansprech­part­ner unter 0911-975591-11.

Was ist ein Schmerz-Screening?
Beim Schmerz-Sccreening geht es …
… um die Erfas­sung der Schmer­zen durch den Pati­en­ten selbst. Das beinhal­tet die Beant­wor­tung bestimm­ter Fragen zum Schmerz­ge­sche­hen sowie die Bestim­mung der Stärke des Schmer­zes mit einer soge­nann­ten Schmerz­scheibe.
… um die Erfas­sung der Schmer­zen durch einen Arzt oder eine Pfle­ge­kraft, mit dem Ziel, eine geeig­nete Schmerz­the­ra­pie auszu­wäh­len, z. B. die rich­tige Medi­ka­men­tie­rung.
Welche Formen der Medikamente gibt es, welche sind für mich geeignet?

Es gibt heute eine große Anzahl unter­schied­li­cher Medi­ka­mente und Formen der Verab­rei­chung. Jewei­lige Vor- und Nach­teile, Wirkung und Neben­wir­kun­gen erklärt Ihnen Ihr behan­del­ter Arzt. Zum Beispiel gibt es Tablet­ten mit Kurz- oder Lang­zeit­wir­kung, Trop­fen, Zäpf­chen, Pflas­ter, Sprays sowie Medi­ka­mente die sich unter die Haut sprit­zen lassen oder direkt in die Vene. Nicht selten bedarf es des Einsat­zes mehre­rer Medi­ka­mente gleich­zei­tig, da es unter­schied­li­che Schmerz­for­men gibt, Medi­ka­mente zum Teil an unter­schied­li­chen Orten wirken und jedes Medi­ka­ment eine spezi­elle Wirkung erzie­len soll, z. B. Opiate, Nichto­pi­ate und Koanalge­tika.

Gibt es noch andere Möglichkeiten der Behandlung von Schmerzen außer Medikamente?

Ja! Lassen Sie sich von Ihrem behan­del­ten Arzt über die verschie­de­nen Möglich­kei­ten einer Schmerz­the­ra­pie aufklä­ren. Eine ganz­heit­li­che Schmerz­the­ra­pie umfasst nicht nur Medi­ka­mente.

Kann ich selbst etwas zur Schmerzbehandlung beitragen?

Es gibt viele Möglich­kei­ten, wie Sie selbst das Schmerz­ge­sche­hen und die Thera­pie beein­flus­sen können: Einnah­me­zei­ten der Medi­ka­mente, körper­li­che Bewe­gung, ausrei­chen­der Schlaf und vieles mehr. Wich­tig ist auch das Führen eines Schmerz­ta­ge­buchs. Lassen Sie sich dessen Nutzen gern von CC care aktiv Bera­tern erklä­ren.

Welche Verabreichungsform eines Medikamentes kann ein Arzt vorschlagen?
  • Per Os = über den Mund, Verdau­ungs­trakt (Magen-Darm)
  • Trans­der­mal = über die Haut als Pflas­ter
  • Buccal = über den Mund, bzw. die Mund­schleim­haut
  • Subcu­tan = unter die Haut, meist als Spritze
  • Intra­ve­nös = direkt über die Blutbahn/Vene, zum Beispiel über einen Port­ka­the­ter
  • Nasal = über die Nasen­schleim­haut
Was sind Retard-Tabletten/-Kapseln?

Medi­ka­mente, die zu ganz festen Zeiten einge­nom­men werden müssen, da sie entwe­der eine stär­kere Dosis enthal­ten oder länger wirken sollen. Lassen Sie sich unbe­dingt genau von Ihrem behan­deln­den Arzt und Apothe­ker aufklä­ren.

Was ist ein Durchbruchschmerz?
Eine Schmerz­at­ta­cke von sehr hohem Ausmaß an Intensität/Stärke, die bei bestimm­ten Erkran­kungs­bil­dern (häufig einem Tumor) auftritt – häufig mehr­mals am Tag, meist ohne Vorankün­di­gung und in der Regel einige Minu­ten anhal­tend.
Was ist eine PCA Therapie?
PCA (Pati­ent Control Anal­ge­sie) bezeich­net eine vom Pati­en­ten kontrollierte/gesteuerte Schmerz­be­hand­lung über eine Schmerz­pumpe, mit der Möglich­keit, dass sich der Pati­ent bei Bedarf (z. B. einem Durch­bruch­schmerz) einen Bolus geben kann.
Was ist ein Bolus bei der PCA Therapie?

Die Möglich­keit, sich mit der Schmerz­pumpe eine Extra­do­sis (= Bolus) verab­rei­chen zu können, welche zuvor vom Arzt berech­net und einge­stellt wurde. Die Pumpe ist geschützt, eine Über­do­sie­rung damit ausge­schlos­sen. Der Bolus wirkt sehr schnell und die Schmer­zen soll­ten sich danach zügig verbes­sern. Der Pati­ent kann selbst entschei­den, wann er sich diesen verab­reicht.

Wann kommt eine Schmerztherapie über Pumpe in Frage?

Notwen­dig­keit und Nutzen einer Schmerz­pumpe bestimmt Ihr behan­deln­der Arzt. Er erklärt Ihnen auch die Vor- und Nach­teile. Gene­rell handelt es sich bei Schmerz­pum­pen­nut­zern um Pati­en­ten aus einer der folgen­den Grup­pen:

  • Menschen, bei denen andere Thera­pie­for­men nicht den erwünsch­ten Erfolg gebracht haben.
  • Pati­en­ten die unter star­ken Erbre­chen leiden, z. B. bei Chemo­the­ra­pien oder Schluck­stö­run­gen und dadurch andere Verab­rei­chungs­for­men längere Zeit nicht möglich sind.
  • Pati­en­ten, bei denen andere Verab­rei­chungs­for­men, z. B. über den Mund oder die Haut, nicht ausrei­chend, gar nicht wirken oder aus einem ande­ren Grund ausge­schlos­sen sind.
  • Wenn starke Neben­wir­kun­gen der Medi­ka­mente bei hoher erfor­der­li­cher Dosie­rung über den Magen-Darmtrakt, bzw. die Haut nicht oder nur schwer kontrol­lier­bar sind.
  • Stark mangel­er­nährte Pati­en­ten, bei denen Schmerz­pflas­ter nur bedingt wirken und die Medi­ka­men­ten­ein­nahme über den Magen/Darmtrakt nicht ausrei­chend ist.
Darf ich nach der Einnahme eines hochpotenten Schmerzmittels (Opioid) noch Auto fahren?
Grund­sätz­lich können sämt­li­che auf das zentrale Nerven­sys­tem wirken­den Substan­zen die Fähig­keit zum Bedie­nen gefähr­li­cher Maschi­nen und die Fahr­tüch­tig­keit beein­träch­ti­gen. Bei stabi­ler Einstel­lung kann die Fahr­tüch­tig­keit aller­dings auch wieder­her­ge­stellt werden. Das soll­ten Sie jedoch in jedem Fall im Vorfeld mit einem darin erfah­re­nen Arzt abspre­chen.
Kann ich mit der Portnadel schwimmen gehen?
Mit liegen­der Port­na­del dürfen Sie nicht schwim­men gehen, da die Infek­ti­ons­ge­fahr zu hoch ist. Duschen ist mit einem spezi­el­len Dusch­pflas­ter problem­los möglich. Möch­ten Sie gerne schwim­men gehen, so kann man die Port­na­del einige Stun­den vorher ziehen. Der Port ist dann durch die darüber liegende Haut geschützt.

Kosten

Wer übernimmt die Kosten für eine parenterale Ernährung?
Die Kran­ken­kasse über­nimmt die Kosten der Thera­pie. Für Sie fallen die Kosten der gesetz­lich vorge­schrie­be­nen Zuzah­lun­gen an. Infor­mie­ren Sie sich über die Möglich­keit der Zuzah­lungs­be­frei­ung.
Bekomme ich auch ohne Pflegestufe Unterstützung von CC care aktiv und dem Pflegedienst oder muss ich selbst die Kosten tragen?
Auch ohne Pfle­ge­stufe ist die Finan­zie­rung der paren­te­ra­len Ernäh­rung kein Problem, da sie unter die “Behand­lungs­pflege” fällt und von der Kran­ken­kasse über­nom­men wird.
Ab wann bin ich zuzahlungsbefreit?
Die Belas­tungs­grenze liegt bei 2% der Brut­to­ein­künfte zum Lebens­un­ter­halt aller im Haus­halt betei­lig­ten Perso­nen pro Kalen­der­jahr. Bei chro­nisch Kran­ken liegt die Grenze bei 1%. Sammeln Sie alle Belege über geleis­tete Zuzah­lun­gen. Wenn Sie die Belas­tungs­grenze erreicht haben, stel­len Sie bei der Kran­ken­kasse zusam­men mit den Einkom­mens­nach­wei­sen einen Antrag auf Zuzah­lungs­be­frei­ung für das laufende Jahr.

Bioimpedanzanalyse

Was ist eine BIA-Messung?
Die soge­nannte BIA (Bioim­pe­danz­ana­lyse) dient der Bestim­mung der Körper­zu­sam­men­set­zung. Dank ihrer Genau­ig­keit und Aussa­ge­kraft ist diese Messung oft die Methode der Wahl, um Para­me­ter wie Körper­ge­wicht, Muskel­masse, Wasser­haus­halt und Körper­fett zu analy­sie­ren.
Wie oft wird eine BIA-Messung gemacht?
Um einen regel­mä­ßi­gen Verlauf zu beob­ach­ten, empfiehlt sich alle 4-8 Wochen eine Messung.
Bekomme ich bei einer BIA-Messung Stromschläge?

Nein, bei der BIA-Messung wird ein schwa­cher Wech­sel­strom in Höhe von 0,8 mA bei einer Frequenz von 50 kHz durch den Körper gelei­tet. Sie spüren davon nichts. Aller­dings ist die BIA-Messung für Träger von Herz­schritt­ma­chern unge­eig­net.